Schmuck der aus der Natur entsteht

Die Geburt einen Schönheit

Lange galt die These, dass ein Sandkorn, welches in die Muschel eindringt und nach und nach mit einem Art „Mantel“ überzogen wird als gültig. Mittlerweile ist sich die Wissenschaft allerdings über die Entstehung der Perle mehr als gespalten und uneinig. Neueste Erkenntnisse zeigen, dass für die Perlenbildung Ephitelzellen der Muschel verantwortlich sind, die durch die Einbohrung von Parasiten in das Mantelgewebe der Muschel gelangen, wo sie dann eine Zyste bilden und als natürliche Schutzreaktion dann mit Calciumcarbonat umschlossen werden.

Niedergang der natürlich gewachsenen Perle

Da die Nachfrage nach Perlen steig stieg, war Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts die Anzahl der natürlich gefundenen Perlen dramatisch gesunken. Ein Grund mag in der Überfischung liegen, weitaus größeren Einfluss am Rückgang der Naturperlen ist aber die stetig zunehmende Wasserverschmutzung und die Tankerunglücke, bei denen Millionen Liter von Öl ins Meer gelangt und das empfindliche Gleichgewicht des Ozeanes zerstört. Damit werden auch viele Muschelbänke zerstört

Natürlich gewachsene Perlen kommen oft im persischen Golf vor. Perlentaucher suchen nach wie vor nach dem „weißen Gold“. Parallel kann man aber auch Perlen in den Flussläufen von Gebirgsbächen finden. Allerdings sind diese nicht so zahlreich und sehr schwer zu finden. Aber auch hier macht sich die Umweltverschmutzung im Wasser bemerkbar, so dass man heutzutage kaum noch natürlich gewachsene Perlen in Flüssen in Europa findet. Die Perlenzucht ist heute schwerpunktmäßig in Japan angesiedelt. Naturperlen haben nach wie vor noch einen höheren Stellenwert als Zuchtperlen und es werden auch weitaus höhere Preise dafür gezahlt. Die wohl berühmteste Perle der Welt ist die Peregrina. Sie wurde im 16. Jahrhundert im Golf von Panama gefunden und hat einen Wert von sage und schreibe 50 Karat. Sie gelangte in den Besitz des spanischen Königs Philipe den II, der sie immer an seiner Hutnadel trug. Richard Burton ersteigert dieses einzigartige Objekt 1959 bei einer Auktion und schenkte sie seiner damaligen Frau Elisabeth Taylor zum Geburtstag